Urbane und ländliche Räume entlang der ehemaligen Kultur- und Handelsroute der und heute anerkannten europäischen Kulturstraße Via Regia werden sukzessive durch künstlerische Projekte bereichert. Die Ausschreibung dafür läuft bis 20. Oktober 2010.
Die Via Regia ist eine der ältesten Ost-West-Verbindungen Europas. Zwischen ihren Endpunkten in der Ukraine (Kiew) und Spanien (Santjago de Compostella) führt sie auf 4500 km Länge seit mehr als 2000 Jahren durch fünf europäische Länder. Im Freistaat Sachsen verläuft die Route zwischen Leipzig und Görlitz/Zgorzelec, unter anderen an Kamenz, Oschatz und Wurzen vorbei.
Der Begriff „Via Regia Sculptura“ ist eine Verschmelzung der Via Regia-Symbolik mit ihren sichtbaren Artefakten sowie einer spielerischen Abwandlung von „sculpere“ – lateinisch für herausmeißeln, -schnitzen oder schneiden. Als Projekt mit „open end“ bietet sich für Städte und ländliche Regionen die Möglichkeit, Teil einer europäischen „Gesamtskulptur“ zu werden, die im Prozess Jahr für Jahr an Gestalt gewinnt und unterschiedliche Menschen Europas verbindet. Kunst im öffentlichen Raum soll nicht nur Landmarken setzen, sondern auch den Bewohnern Sachsens und ihren Gästen diesen europäischen Verbindungsweg aktiv ins Bewusstsein rufen und die Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Ländern und Kulturen anregen.
Es sollen insbesondere Ideen für temporäre Kunstwerke einerseits im Stadtgebiet von Leipzig und andererseits entlang der Ufer beiderseits der Neiße eingereicht werden, die zum Thema Via Regia eine zeitgemäße Reflektion anbieten.
Weitere Informationen auf der Webseite der Via Regia Sculptura
Ausschreibungen für Kunstprojekte im Standort Leipzig und an der Neisse: